Aktuelle Ausstellung
29. Januar 2011 bis 2. April 2011
„Wer da glaubt, der zage nicht”
Eine Ausstellung über die letzte Einsegnung am 5. Juni 1938 in der Synagoge am Michelsberg

An diesem Sonntag fand in der Hauptsynagoge am Michelsberg die feierliche Einsegnung der Schülerinnen Beate Berney, Beate Friedmann, Helga Hirschbrandt, Inge Klaus, Lena Kleinstrass, Margot Lahnstein, Emmi Milmann, Gertie Rosenau und Friedel Weil durch Rabbiner Dr. Paul Lazarus statt. Es war die letzte Einsegnung in der Synagoge, bevor diese in der Nacht zum 10. November 1938 in Brand gesetzt und völlig zerstört wurde. In seiner Abschiedpredigt vom 17. Oktober 1938 betonte Dr. Paul Lazarus, dass es ihm am Herzen gelegen habe “… bei den feierlichen Einsegnungen die Mädchen Jahr für Jahr in der Treue zum angestammten Glauben zu festigen.” Ein überliefertes Fotos dieser Bat Mizwa und die Bedeutung, die die Einsegnung von Mädchen in der Synagogengemeinschaft am Michelsberg gespielt hat, haben das Aktive Museum Spiegelgasse veranlasst, diese Ausstellung zu konzipieren. Es wird anhand von Briefen und Dokumenten gezeigt, welche Hoffnungen, Pläne und Zukunftswünsche diese jungen Mädchen hatten. Dass die Realität dann eine ganz andere war, wird die Ausstellung auch zeigen. Doch nicht nur an der Geschichte der Bat Mizwa vor der Schoa, sondern vor allem auch seit den 1970er Jahren lässt sich die schrittweise zugelassene religiöse Gleichberechtigung der jüdischen Mädchen nachzeichnen.
Zur Ausstellungseröffnung am 29. Januar 2012 um 11.30 Uhr, Spiegelgasse 11, wird Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt gemeinsam mit Daniel Kempin, der die Musik beiträgt, in die Ausstellung einführen.
Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 16-18 Uhr, Samstag 11-13 Uhr oder nach Vereinbarung
FLYER
Bilder der Ausstellungeröffnung
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