Erinnerungsblätter
Das Projekt „Erinnerungsblätter“ soll dazu beitragen, dass die Erinnerung an ca. 1500 Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger wachgehalten wird, die in der Zeit zwischen 1933 und 1945 verfolgt und ermordet wurden. Das erste Erinnerungsblatt veröffentlichte das „Aktive Museum Spiegelgasse“ am 10. Juni 2003, auf den Tag genau 59 Jahre nach der ersten großen Deportation jüdischer Menschen aus Wiesbaden. Inzwischen wurden über 70 Erinnerungsblätter in Vitrinen am oberen Michelsberg präsentiert.
Bisher erschiene Erinnerungsblätter von A bis Z können hier aufgerufen werden:
Namen von A-F
Namen von G-K
Namen von L-R
Namen von S-Z
Gestaltung der Erinnerungsblätter. Die Erinnerungsblätter bestehen aus einer Text- und einer Bildseite im Format DIN A3. Jeweils zwei Erinnerungsblätter werden für ca. vier Wochen in zwei Schaukästen an der Ecke Michelsberg / Schwalbacher Straße bzw. weiter unten in Richtung der Fußgängerzone ausgehängt. Es ist geplant, alle Blätter später in einer Sammlung zu veröffentlichen.
Patenschaften. Einzelpersonen oder Gruppen können die Patenschaft für ein Erinnerungsblatt übernehmen. Jede Patenschaft ist mit einer Spende in Höhe von € 95 an das Aktive Museum Spiegelgasse verbunden. Eine Spendenquittung wird ausgestellt.
Die Paten können sich auch an der Recherche und der Formulierung des Textes beteiligen und werden, falls gewünscht, dabei von MitarbeiterInnen des AMS unterstützt.

Erinnerungsblatt für das Ehepaar Goldstein, Patenschaft: FH Wiesbaden Präsident Prof. C. Klockner vor der Vitrine am Michelsberg
Der Michelsberg ist ein historischer Ort: Dort stand früher die überaus prächtige Synagoge der Wiesbadener Reformgemeinde. Sie wurde von Philipp Hoffmann entworfen, der mit seinen Bauten (u. a. auch die Russische Kapelle, die Bonifatiuskirche und die ehemalige Schule – heute Kunsthaus – am Schulberg) das Wiesbadener Stadtbild im 19. Jahrhundert wesentlich mitgestaltet hat. Seit 1995 gibt es verschiedene Bestrebungen, an diesem authentischen Ort Wiesbadener Geschichte zu dokumentieren und daran zu erinnern, dass Juden in unserer Stadt gelebt, gearbeitet und in dieser Synagoge gebetet haben.
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Schüler der Gutbergschule präsentieren das |

