Stolpersteine

Wiesbadener Stolpersteine

Das „Stolperstein”-Projekt ist eine Idee des Künstlers Gunter Demnig und soll an die Vertreibung und Ermordung von Menschen unter der Nazi-Herrschaft erinnern. Gunter Demnig fertigt die Stolpersteine an und verlegt sie vor dem Haus, in dem die Menschen, an die sie erinnern sollen, ihre letzte freiwillige Wohnung hatten oder gearbeitet haben.

Gegen das Vergessen. Was würde ohne die Stolpersteine heute noch an diese Menschen erinnern, deren Familien oft seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten hier ansässig waren, wo sie sich für Kultur und Gesellschaft der Stadt engagiert haben, deren Bürgerinnen und Bürger sie waren?

Seither in Wiesbaden verlegte Stolpersteine. Bis zum 27. Oktober 2010 sind in Wiesbaden vor 191 Häusern in der Innenstadt und den Vororten 438 Stolpersteine verlegt worden. Lage der verlegten Stolpersteine in der Stadt, siehe auch Stolpersteinkarte

Liste aller verlegten Stolpersteine in Wiesbaden
(Stand 04.10.2011)

Bilder von Stolpersteinverlegungen in 2009:
Januar und Februar
, Juni und Juli und Oktober
Bilder von Stolpersteinverlegungen in 2010:
Mai
September/Oktober
Bilder von Stolpersteinverlegungen in 2011:
Mai und Oktober

Stolpersteinverlegung 08.06.07 Kussel stolpersteinverlegung 08.06.07 Kussel

Jugendliche des Biebricher Kinder-und Jugendzentrums mit Gunther Demnig

Stolpersteinverlegung am 8. Juni 2007 für das Ehepaar Kussel, Patenschaft: Kinder und Jugendzentrum Biebrich

Unterstützung durch die Stadt Wiesbaden. Die Stadt Wiesbaden unterstützt das Projekt in großzügiger Weise durch den Beschluss des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Völker­verständigung und Integration des Stadtparlaments, der das Stolpersteinprojekt und die Stolpersteinverlegungen in Wiesbaden ausdrücklich befürwortet. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Gunter Demnig in Wiesbaden regelmäßig von Arbeitern des Städtischen Bauhofs bei der Verlegung tatkräftig unterstützt wird.

Stolpersteinpatenschaft. Mit einer Patenschaft unterstützen Sie das namentliche Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors in Wiesbaden. Bezugspunkt für eine Patenschaft kann die Straße oder das Haus sein, wo die Menschen gewohnt haben, an die erinnert werden soll, vielleicht auch der Beruf der Opfer oder aber der Kontakt zu deren Nachkommen und Familienangehörigen der Opfer, die sich haben retten können.

Beispiel einer Schüler-Patenschaft:

30.6.2009: Der Leistungskurs Geschichte (12), Oranienschule, mit der Lehrerin Corinna Strelow wird Pate eines Stolpersteins für Kurt Weinberg in der Adelheidstraße. Für dieses herausragende gesellschaftliche Engagement wird der Kurs (jetzt 13) am 29.1.2010 mit dem Hermann-Kaiser-Preis (3. Platz) durch den Förderverein der Oranienschule  ausgezeichnet.
Laudatio der Preisverleihung

 

Wenn Sie an einer Stolpersteinpatenschaft in Wiesbaden Interesse haben, melden Sie sich bitte beim Aktiven Museum Spiegelgasse, das in Wiesbaden die Stolpersteinaktion betreut. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung und machen Ihnen ggf. Vorschläge, an wen der Stein erinnern kann. Sehr begrüßenswert ist es, wenn sich die Paten oder Patinnen an der Recherche beteiligen. Sie werden, wenn sie es möchten, dabei von MitarbeiterInnen des Aktiven Museums Spiegelgasse unterstützt.

Die Kosten für die Patenschaft für einen Stolperstein einschließlich der Verlegung belaufen sich auf insgesamt 120 €. Nach Auskunft des Finanzamtes kann eine Spendenquittung nicht ausgestellt werden, da die Paten mit dem Stolperstein eine Gegenleistung erhalten.

  KONTAKT:
Tel.: 0611 9102007
Der Anrufbeantworter wird regelmäßig abgehört und eingehende Telefonate werden ausgewertet.
E-Mail:
erreichbar: Dienstags von 9 bis 13 Uhr ist das Telefon besetzt.

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