Projekte
Vergangene Projekte im Rückblick
Jugendgeschichtstag
Am 27. September 2011 wird der fünfte Jugendgeschichtstag von Spiegelbild und der IGS Wilhelm Heinrich von Riehl in Wiesbaden-Biebrich stattfinden. In Workshops und Angeboten werden sich Schüler_innen des gesamten Jahrgangs zehn (rund 120 Schüler_innen) in Begleitung von Honorarkräften der Jugendinitiative mit den Themen Geschichte, Erinnerung, Vielfalt und Migration beschäftigen.
Curruiculumsentwicklung
Um eine Verstetigung insbesondere des Themas Migrationsgeschichte im Unterricht der IGS Wilhelm-Heinrich-von-Riehl zu ermöglichen, findet eine Kooperation mit Spiegelbild im Schuljahr 2011/2012 statt. Hierbei soll es durch Lehrerfortbildungen und Anleitung des fachkundigen Referenten Rainer Ohliger zur Öffnung des Gesellschaftslehreunterrichts, aber auch der fächerübergreifenden Lehre kommen. Eine erste Umsetzung und Erprobung der Inhalte zur Migrationsgeschichte soll im Rahmen einer exemplarischen Projektwoche im Frühjahr 2012 durch Spiegelbild stattfinden.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Jugendinitiative „Spiegelbild“ bilden sich im BürgerKolleg Wiesbaden weiter. Das BürgerKolleg der Bürgerstiftung Wiesbaden ist ein Weiterbildungsprogramm für Wiesbadener Ehrenamtliche aller Fachrichtungen, Altersstufen und Bildungsniveaus. Infofilm
Stadtgeschichten.de
Im Rahmen des Trägerkreisprojektes “WIR in Wiesbaden” laden wir Schulklassen zu einem Wettbewerb von 1. September bis 4. Dezember ein:
Schreibt eine Stadtgeschichte, wir stellen sie online. Nehmt mit uns Kontakt auf, erzählt Euren Lehrer_innen von der Idee. Wenn Sie Lehrer_in sind, erzählen Sie Ihrer Schulklasse von der Idee. stadtgeschichten-wiesbaden.de bietet Chancen für einen Einstieg oder eine neue Form der Beschäftigung mit Geschichte und Gesellschaft. Laden Sie uns ein, wir stellen die Website vor und unterstützen die Gruppen bei ihrer Arbeit.
Geschichte wird von Personen gemacht. Diese Menschen darzustellen, sie kennen zu lernen, hilft uns, den Zeitgeist zu verstehen, in dem Einzelne leben und handeln. Die Jugendinitiative Spiegelbild des Aktiven Museums möchte mit stadtgeschichten-wiesbaden.de neue Formen der Erinnerung schaffen, indem einzelne Personen als Stadtgeschichte(n) vorgestellt werden.
Ihr habt die Möglichkeit, Biografien von Wiesbadener Persönlichkeiten zu veröffentlichen, die Euch im geschichtlichen oder im aktuellen Kontext wichtig erscheinen. Die Darstellung der Biografie ist immer auch mit einer Erklärung Eurer persönlichen Motivation verbunden. Die Seite ist wie ein Blog gestaltet und als Portal für den gegenseitigen Austausch über unsere Stadtgeschichte und das, was auch zukünftig erinnert werden wird, gedacht.
Dabei spielt es keine Rolle ob die Person, die Ihr vorstellen möchtet, bekannt ist oder nicht. Im Vordergrund steht die Art der Darstellung mit Text, Foto, Video und warum Ihr glaubt, dass diese Person Wiesbaden prägt bzw. geprägt hat.
Meldet Euch bei Spiegelbild, wir zeigen Euch Beispiele für Stadtgeschichten und helfen bei der Auswahl und der Recherche Eurer Stadtgeschichten.
Teilnahmebedingungen:
• Klassen der Jahrgangsstufe 8 bis 11 ALLER Schulformen können sich bewerben.
• Arbeitszeitraum: von der Bewerbung bis spätestens 4. Dezember
• Bewertung: Eine fachkundige Jury (Politiker_innen, Historiker_innen, Vorstand des Aktiven Museums) bewertet die einzelnen Stadtgeschichten.
• Am 10. Dezember 2011 werden die Preisträger im Rahmen der Abschlussveranstaltung von “WIR in Wiesbaden” im Rathaus vorgestellt. Die Seite www.stadtgeschichten-wiesbaden.de geht an diesem Tag online und wird weiter geführt.
1. Preis: 500€ für die Klassenkasse und ein Projekttag mit Spiegelbild
2. Preis: 250€ für die Klassenkasse und ein Projekttag mit Spiegelbild
3. Preis: 100€ für die Klassenkasse und ein Projekttag mit Spiegelbild
WIR in Wiesbaden – Vielfalt. Anerkennung. Demokratie
Der Trägerkreis Erinnerungskultur und Integration arbeitet dieses Jahr zu dem Titel: „WIR in Wiesbaden – Vielfalt. Anerkennung. Demokratie.“ Wie der Titel verrät, wird es um eine Vielzahl an Veranstaltungen gehen, die sich mit der Vielfalt Wiesbadens auseinandersetzen:
„Wiesbaden ist heute mehr denn je eine Stadt mit einer ethnisch, kulturell, konfessionell und sozialsehr vielfältigen Bevölkerung. Im Zuge von Globalisierung, Einwanderung und Integration, gesteigerter Mobilität, demographischem Wandel und Individualisierung hat die Vielfalt der Kulturen und der Lebensformen deutlich
zugenommen. Diese Vielfalt prägt unsere moderne Gesellschaft. Um als demokratische Gesellschaft bestehen zu können, müssen wir die vorhandene Vielfalt an Herkunft, Glauben, Geschlecht, Behinderungen, Überzeugungen etc. anerkennen, wertschätzen und konstruktiv mit ihr umgehen. Zukunft und Zusammenhalt unserer Demokratie hängen davon ab, wie gut es gelingt, gleichberechtigte Teilhabe aller in unserer Gesellschaft Lebenden Menschen zu
ermöglichen. Dabei hat gerade das politische, mediale und öffentliche Klima einen wichtigen Einfluss auf die Vorurteilsbildung und Diskriminierungsneigung.“
(Einladung Trägerkreis, 2011)
Beginnen wird die Veranstaltungsreihe mit der Eröffnung am 03. Oktober, um 12:00 Uhr in der Oranier Gedächtnis Kirche in Biebrich. Die Eröffnungsfeier wird ab 14 Uhr in der Süleymaniye Moschee des Türkischen Bildungs- und Kulturvereines fortgesetzt werden. Unter anderem werden folgende Veranstaltungen im Rahmen von „WIR in Wiesbaden“ stattfinden:
• „Fatih unser – Erlösung leicht gemacht“ Kabarett von und mit Fatih Cevikkollu – am 21. Oktober um 20.00 Uhr im Tattersall, Bergkirchenviertel
• „Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand – ein empirischer Gegenentwurf“ – am 03. November um 18:00 Uhr im Bürgersaal Galatea-Anlage
• „Krieg oder Frieden Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens“ Autorenlesung & Gespräch mit Hamed Abdel-Samad – am 21. November 2011 um 20.00 Uhr im Schloss Biebrich
• „ Die Rolle der Medien“ Podiumsdiskussion mit Vertreter_innen unterschiedlicher Medien – am 24. November um 19: Uhr im Pressehaus Wiesbaden
Spiegelbild wird am 6. Oktober in einem Workshop die Fortbildung „Herausforderung Vielfalt – Bildung im Wandel“ vorstellen.
Was bleibt? Der Track deines Lebens …
Jeder hinterlässt Spuren im Leben und in jedem von uns steckt ein Stück Geschichte. Für die SchülerInnen der 10. Klasse der Kleistschule, die diesen Wahlpflichtkurs gewählt haben, ist genau das die Aufgabe. Die Jugendlichen setzen sich aktiv und eigenverantwortlich mit Erinnerung auseinander, lernen sich Geschichte selbst zu erobern und ihren eigenen Platz in dieser Geschichte zu finden. Erinnern und Gedenken werden durch die Verknüpfung der Vielfalt von Geschichte(n) mit persönlicher Erinnerung greifbar. Die SchülerInnen wählen selbst, womit sie sich auseinandersetzen wollen und in welcher Form sie sich die Geschichte(n) erarbeiten. So hat bereits ein Zeitzeugengespräch mit Paul Kester im Gedenkraum stattgefunden und gerade arbeiten die Schüler daran, mit digitalen Medien interaktiv ihre Erinnerung in und an Wiesbaden festzuhalten. Der Wahlpflichtkurs trifft sich das komplette Schuljahr 2010/2011 jeden Mittwoch 4 Stunden, um gemeinsam an der kleinen Geschichte in der großen zu arbeiten. <br /> Kooperationsprojekt der Jugendinitiative Spiegelbild mit der Heinrich-von-Kleist-Schule, großzügig gefördert durch Mittel des Ortsbeirats Rheingauviertel.
Im Schuljahr 2011/2012 wird der Wahlpflichtkurs „Was bleibt?! – der Track deines Lebens…“ an der Kleistschule in Wiesbaden mit Schüler_innen des neunten und zehnten Jahrgangs fortgeführt. Unter gleichem Titel wird sich der Wahlpflichtkurs inhaltlich dem Thema Migrationsgeschichte im Nachkriegsdeutschland öffnen, indem Zeitzeugengespräche mit Gastarbeiter_innen stattfinden und die Schüler_innen in diesem Zusammenhang auch einen Einblick in die Historie lokaler Betriebe erhalten.
Presse01 Bilder
„Der Umgang mit ethnisch-religiös motivierten Konflikten“ Fortbildung für Schulen
Die Jugendinitiative Spiegelbild bereitet zurzeit intensiv die Erforschung von Konflikten an Schulen in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis vor, die mit Kultur und Religion in Verbindung gebracht werden. Ein Team junger WissenschaftlerInnen wird im Herbst 2010 Interviews mit pädagogischen Fachkräften an ausgesuchten Schulen führen, um die dortigen Bedarfe im Umgang mit den teils intensiven Auseinandersetzungen zu ermitteln. Gleichzeitig und ergänzend widmen sie sich der fachlichen Diskussion um Migration und Pädagogik. Hieraus sollen Fortbildungsmodule entstehen, die im Frühjahr 2011 allen Schulen in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis angeboten werden. Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem Projekt XENOS-equip an der Volkshochschule Rheingau-Taunus e. V., einem Kooperationspartner des Hessencampus, und wird vom Land Hessen gefördert. Info
Fachkräfteaustausch mit Wiesbadens Partnerstadt Wrocław
Internationale Begegnungen bereichern und sind prädestiniert, kulturelle Vorurteile abzubauen und interkulturelle Fähigkeiten zu erlernen. Vom 26. bis 29. November 2010 hatten wir Fachkräfte aus Wrocław zu Gast, um einen Jugendaustausch zwischen Wiesbaden und Wrocław im nächsten Jahr vorzubereiten. Hierfür suchen wir nach interessierten Partnern in Wiesbaden, die mit uns und unseren polnischen Partnern in den nächsten Jahren eine Jugendbegegnung zwischen Wiesbaden und Wrocław etablieren möchten.
Kooperation mit dem Amt für Soziale Arbeit − Internationale Jugendbegegnungen und dem Edith-Stein-Haus in Wrocław (ehem. Breslau), gefördert vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

