2006-2004

Inhalt

3. September bis 2. Dezember.2006  verlängert bis 02.12. 

ZURÜCKGEBEN?! – Objekte und Filme

Die Ausstellung stellt den Schlusspunkt eines sich über mehrere Jahre erstreckendes „exemplarischen“ Projekts dar, das in internationaler Zusammenarbeit zur Fragen von Provenienz und Restitution von alltäglicher Gegenständen durchgeführt wurde. Die Privatisierung “jüdischen Besitzes” nach der Emigration oder im Zusammenhang mit der Deportation seiner Eigentümer verwischte meist die Spuren des Eigentums. Wenn es sich um einmalige Kunstwerke handelt, gelingt es gelegentlich, den Ursprung zu ermitteln und zumindest die Erben ausfindig zu machen.

sederteller

Am Beispiel eines traditionellen „Sedertellers“, im 18. Jahrhundert aus Zinn hergestellt, wurden Fragen des (unredlichen?) Erwerbs zwischen 1933 und 1945 und seiner Restitution aufgeworfen. Sie sollen zum Nachdenken anregen: was wurde nach dem Krieg über solche Objekte gedacht und gesagt, wurden sie zurückgegeben, verschenkt, vererbt, verkauft?
Die STIFTUNG ZURÜCKGEBEN wird kurz vorgestellt, die sich dieser Fragen seit 1994 annimmt.

Weitere Objekte und Wiesbadener „Rückgabegeschichten“ konnten einbezogen werden. Drei dieser Geschichten überqueren auch den Atlantik, weil die Objekte oder die Eigentümer sich in den USA befinden. Alle Recherchen wurden gefilmt und bilden fünf individuell abrufbare Filmsequenzen, die sich mit Wegnahme und Rückgabe oder der Suche nach den ursprünglichen Eigentümern beschäftigen. Ergänzend ist das Material auf 6 Tafeln kurz beschrieben.

ZG-Tafeln

AMTLICH AUSGEPLÜNDERT
Zur Einführung ein Rückblick auf zwei Ausstellungen zum Thema von 2004

DIE GESCHICHTE EINES SEDERTELLERS

KRISTALL VON DER RUE

IN FREUNDSCHAFT AUFBEWAHRT

NACHDENKEN ÜBER EIN KUNSTWERK

STIFTUNG “ZURÜCKGEBEN”
www.stiftung-zurueckgeben.de

• WAS IST EIN SEDERABEND?
Ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden beantwortet in einem kurzen Film sehr persönlich diese Frage. Neben wenigen Objekten schmückt ein reich gedeckter Seder-Tisch die Ausstellung.

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Ausstellungseröffnung:
Sonntag, 3. September 2006, 11:30 Uhr

TAG DER EUROPÄISCHEN JÜDISCHEN KULTUR

Ausstellungsdauer:
03.September bis 02. Dezember 2006
im Ausstellungshaus Spiegelgasse 11

Öffnungszeiten:
Donnerstags 16 – 18 Uhr, Samstags 15 – 17 Uhr
zusätzlich am TAG DES OFFENEN DENKMALS, Sonntag, 10. September 2006 von 14 – 18 Uhr
Materialien zur Ausstellung

Gruppen und Führungen nach Vereinbarung unter Tel: 0611-305221 oder per eMail


DVD zur Ausstellung 

Alle Recherchen zur Ausstellung “ZURÜCKGEBEN!?” wurden gefilmt und bilden fünf individuell abrufbare Filmsequenzen, die sich mit Wegnahme und Rückgabe oder der Suche nach den ursprünglichen Eigentümern beschäftigen. Ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden beantwortet in einem kurzen Film sehr persönlich die Frage, “Was ist ein Sederabend?”

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Bestellungen per E-Mail:


11. Mai  bis 9. Juli 2006 – verlängert bis zum 24. August 2006

Robert Kempner*
“Ewige Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit”

Die demokratische Rechtskultur von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart

* deutscher Jurist, Staatsanwalt in Berlin, Verhaftung, Emigration nach USA, stellvertretender Hauptankläger bei den Nürnberger und Folge-Prozessen, Rechtsanwalt in Frankfurt seit 1951, Autor bis zu seinem Lebensende

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Eine Ausstellung aus dem Adolf-Reichwein-Gymnasium Heusenstamm im Aktiven Museum Spiegelgasse
Die Biographie und das Wirken des streitbaren deutschen Juristen (1899-1993 )wird in 25 Tafeln in Bild und Text dokumentiert. Er war Staatsanwalt in Berlin, emigrierte nach kurzer Haft in die USA, wurde stellvertretender Chefankläger bei den Alliierten Kriegsverbrecher- Prozessen in Nürnberg und den Folge-Prozessen. Seit 1951 war Kempner Rechtsanwalt in Frankfurt.
Darüber hinaus vermitteln zwei Fernseh- Filme aus den Jahren 1975 und 1987 einen lebendigen Eindruck von der Persönlichkeit des bis zu seinem Tod für die Verwirklichung der Demokratie in Deutschland kämpfenden Publizisten:

“Eine Verfassung ist nicht das Instrument, das alles erlaubt. Das Grundgesetz verspricht Freiheit, aber nur im Rahmen der Demokratie. Die Freiheit demokratischer Staatsform muss geschützt werden.” (1974)

Ausstellungseröffnung
Mittwoch, 10.Mai 2006 – 18 Uhr

Ausstellungsdauer vom 11. Mai bis 24. August 2006
Ausstellungshaus Spiegelgasse 11
Öffnungszeiten: Do 16-18 Uhr

Gruppen und Führungen nach Vereinbarung unter
Tel: 0611-305221 oder per eMail


Begleitveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Martin-Niemöller-Stiftung


Mittwoch, 20. September 2006, 19.30 Uhr
Hessisches Ministerium für Wissenschaft u. Kunst, Rheinstraße 23 -25 

Vortrag Professor Dr. Joachim Perels:
Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Erfahrungen aus den Nürnberger Prozessen und der bundesdeutschen Rechtssprechung

Info


Mittwoch, 07. Juni 2006, 19 Uhr, Historischer Saal des Hessisches Justizministeriums, Luisenstrasse 13 

Vortrag Dr. Wolfgang Form
Naziverbrechen vor alliierten Gerichten in Deutschland 1945-48


Dienstag, 27. Juni 2006, 19 Uhr, Historischer Saal des Hessisches Justizministeriums, Luisenstrasse 13

Vortrag LOStA a.D. Wolfram Wiesemann, Wiesbaden
Deutsche Gerichtsverfahren gegen NS-Täterein – ein dunkles Kapitel der Justizgeschichte

Zusätzliche Lehrerfortbildungsangebote werden gesondert bekannt gemacht.

Info


19. Februar  bis 22. April 2006

Sterne, die vom Himmel fielen

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Synagoge in Vöhl e.V.

Eröffnung:
Sonntag 19. Februar 2006 ,11:30 Eröffnung

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Bei der Restaurierung des blauen, goldbestirnten Himmels der Vöhler Synagoge im Herbst 2003 mussten etliche Bretter abgenommen werden.
Sie waren durch Holzwurmbefall oder die Einwirkung von Feuchtigkeit so zerstört, dass nur ein Ersatz durch neue Bretter in Frage kam.

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Auf Brettfragmenten blieben 18 Sterne erhalten. Sie bildeten das Ausgangsmaterial für die Vöhler Ausstellung “Kunst aus Sternenbrettern – Shtil, di Nacht iz Oysgeshternt”. Im Mai und Juni 2005 wurden die Kunstwerke in der Synagoge Vöhl erstmals ausgestellt.

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Eine Computervisualisierung präsentiert die Vöhler Synagoge in Form einer virtuellen 3D-Rekonstruktion und zeigt den ursprünglichen Platz der Sternenbretter in der prächtigen Holzkuppel.

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weitere Informationen

Zwölf dieser Arbeiten werden im Aktiven Museum Spiegelgasse gezeigt. Ausgestellt werden die Werke der Künstler:

Thomas Emde
*1959 in Korbach;
lebt in Frankfurt (Main)

Vered Kaminski

*1953 im Kibbuz Revadim (Israel);
lebt in Jerusalem

Dani Karavan
*1930 in Tel Aviv;
lebt in Paris und Tel Aviv (Israel)

E. R. Nele
*1932 in Berlin;
lebt in Frankfurt (Main)

Wolfgang Niedecken
*1951 in Köln;
lebt in Köln

Miguel Rothschild
*1963 in Buenos Aires;
lebt in Berlin

Gabriele C.Schmitt
*1948 in Karden an der Mosel;
lebt in Weimar (Lahn)

Micha Ullman

*1939 in Tel Aviv;
lebt in Stuttgart und
Ramat Hasharon (Israel)

Dovi Vidzraku

*in Kpalime;
lebt in Kpalime (Togo)

Michael Wong Loi Sing

*1968 in Paramaribo;
lebt in Paramaribo (Suriname)

Penny Hes Yassour
*1950 in Israel;
lebt in Ein Harod Ihud (Israel)

Barbara Betz-Böttner

Virtuelle 3D-Rekonstruktion und Visualisierung:
Jürgen Eckhardt und Edgar Brück

Katalog der Ausstellung als PDF

Fotos von der Ausstellung

Bilder aus der 3D-Visualisierung

Öffnungszeiten
Ausstellungshaus Spiegelgasse 11
Do 16-18, Sa 15-17 Uhr,
Eintritt frei

Auch während der “Kurzen Nacht der Galerien in Wiesbaden” am 25. März ist die Ausstellung geöffnet.
Gruppen und Führungen nach Vereinbarung unter
Tel: 0611-305221 oder per eMail


1.Dezember 2005 bis 2.Februar 2006

Alma Rosé: „Don’t forget me”

Eine kleine Ausstellung über die Geigerin Alma Rosé und eine Auswahl der einschlägigen Literatur aus der Bibliothek des Aktiven Museums Spiegelgasse.

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Alma Rosé wurde 1906 in eine der berühmtesten Musiker-Familien in Wien geboren. Ihr Vater, der Violinvirtuose Arnold Rosé, war der Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und Leiter des berühmten Rosé Quartetts; ihre Mutter war Justine, die Lieblingsschwester Gustav Mahlers. Sie waren getaufte Juden; Alma erhielt den Namen ihrer Patentante Alma Mahler. Arnolds Bruder Eduard Rosé, der Cellist, hatte Mahlers Schwester Emma geheiratet.

weitere Informationen

Ausstellungshaus Spiegelgasse 11
Öffnungszeiten: Do 16- 18 Sa 15-17 Uhr

Vom 22.12. – 07.01. 2006 geschlossen

Gruppen und Führungen nach Vereinbarung unter
Tel: 0611-305221 oder per eMail


1. September bis 24. November 2005

Geschichte in Comics von Elke Steiner
Herbert Lewin und Käte Frankenthal

Zwei Jüdische Ärzte aus Deutschland

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Zwei Biografien, die auch exemplarisch zu sehen sind: z. B. für das frühe Frauenstudium, für politisches Engagement, für die Ausgrenzung jüdischer Mediziner vom Beginn der NS-Zeit, für die Probleme der Emigration, für die seltenen Überlebenschancen.
Käte Frankenthal konnte in die USA auswandern und nach Schwierigkeiten sich dort beruflich erfolgreich behaupten. Nach KZ und Todesmarsch kehrte Herbert Lewin zurück nach Köln. Von 1950 bis 1963 war er Chefarzt in Offenbach und Professor in Frankfurt. Herbert Lewin verbrachte die letzten Jahr seines Lebens in Wiesbaden und starb hier 1982.

Katalog: Das DEUTSCHE ÄRZTEBLATT hatte die Serien veröffentlicht und erstellt einen Sonderdruck, den wir gegen „Schutzgebühr “ verbreiten.

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 1.September, 18 Uhr, Spiegelgasse 11

Es spricht u.a. Dr. Walter Wuttke, der sich intensiv mit dem Leben Lewins beschäftigt hat.

Öffnungszeiten:
Do. 16-18, Sa 15-17 Uhr
Eintritt frei

Gruppen und Führungen nach Vereinbarung
unter Tel. 0611-305221


21. April bis 10. Juli 2005

Jüdische Kinderliteratur
Geschichte, Traditionen, Perspektiven

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Bei jüdischer Kinderliteratur denkt man gleich an das Tagebuch der Anne Frank oder an Judith Kerrs Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, aber wer weiß schon, dass Bambi oder die populäre Nesthäkchen-Reihe von jüdischen Autoren verfasst worden sind? Wer kennt schon die Kindergeschichten des Nobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer oder Anna Maria Jokls in die ZEIT-Schülerbibliothek aufgenommenen Schülerroman “Die Perlmutterfarbe”? Alle diese Werke und noch weitere 60 Kinderbücher aus dem Zeitraum von 1910 bis 2004werden in der Ausstellung gezeigt. Neben Kinderromanen, Märchen, phantastischen Erzählungen und Autobiographien findet man hier auch Bilderbücher und Lyrik für Kinder, wobei nicht nur Werke deutsch-jüdischer Autoren und Autorinnen präsentiert werden, sondern auch ausgewählte Kinderbücher aus anderen Ländern (England, Israel, Niederlande, Polen, Russland, Schweden, Ungarn, USA) in deutscher Übersetzung. Die Mehrzahl der ausgestellten Bücher ist noch im Buchhandel erhältlich und kann folglich als Schullektüre verwendet werden.

Einladung


6. November 2004 bis 15. Januar 2005
(vom 20.12.04 bis 07.01.05 geschlossen)

Jüdische Nachbarn in Wiesbaden und Mainz

Familienschicksale in Zeiten der Ausplünderung
(1933-1945)

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Feier des 70. Geburtstags von Johanna Herz geb. Ballin (Mitte) am 30. Mai 1930 in Wiesbaden.
Fünf Menschen aus dieser Geburtstagsgesellschaft sind Opfer des Holocaust geworden.

Öffnungszeiten
Do 16-18, Sa 15-17 Uhr
Eintritt frei

Gruppen und Führungen nach Vereinbarung unter Tel. 0611- 305221

Plakat


17. Juni bis 30. September 2004

John Elsas (1851 -1935)
Der Gespenster Berg – Collagen und Zeichnungen
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John Elsas war Börsenmakler in Frankfurt am Main und fing erst im Alter von 74 Jahren an, bunte Bilder für seine Enkel zu kleben. Oft schrieb er Sinnsprüche darunter, die er selbst „Knittelverse“ nannte. Die Bilder des jüdischen Künstlers wurden bis 1933 u.a. in Galerien in München, Berlin und Zürich ausgestellt. Insgesamt gestaltete er etwa 25.000 Blätter, deren größter Teil sich heute im Museum im Lagerhaus in St. Gallen/Schweiz befindet.

Pressebesichtigung: Mittwoch, 16.Juni um 17:30 Uhr

Ausstellungseröffnung:
Mittwoch, 16. Juni 2004 um 18 Uhr
im Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, Wiesbaden

Begrüßung:
Dorothee Lottmann-Kaeseler und Dr. Dorothee Hoppe

Musik: Thomas Sattler-Fujimoto, Klarinette und Yumi Fujimoto, Klavier
Anschließend Besichtigung der Ausstellung in der Spiegelgasse 11

Öffnungszeiten:
Do 16-18, Sa 15-17 Uhr, Eintritt frei
Gruppen und Führungen nach Vereinbarung
unter Tel. 0611- 305221


weitere Informationen

Die Ausstellung ist eine Leihgabe des MUSEUMS IM LAGERHAUS, St. Gallen/Schweiz


18. März bis 6. Juni 2004 

Teofila Reich-Ranicki

Bilder und Studien

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Die meisten der 16 Zeichnungen von Teofila Reich-Ranicki entstanden im Sommer 1942 im Ghetto von Warschau. Ergänzt werden diese Blätter um Illustrationen zu Gedichten von Erich Kästners. Gezeigt werden außerdem einige während des Studiums an der Kunstakademie Warschau entstandene Skizzenblätter.
Eröffnung am Mittwoch 17. März, 18 Uhr
im Rathaus Wiesbaden, Stadtverordnetensitzungssaal
Mit Teofila und Marcel Reich-Ranicki,
Einführung: Dr. Salomon Korn

weitere Informationen
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Die Ausstellung wurde vom Jüdischen Museum Frankfurt erarbeitet.


26. November 2003 bis 8. Februar 2004

Synagoge Westhoffen – Gestern und Morgen

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Studierende des Studiengangs Innenarchitektur an der Fachhochschule Wiesbaden präsentieren Entwürfe für neue Nutzungen der seit vielen Jahren leerstehenden Synagoge in Westhoffen im Elsaß. Eine umfangreiche Bauaufnahme dokumentiert den Zustand des 1865 errichteten Gebäudes. Aufwendige 3D-Computeranimationen vermitteln detaillierte Eindrücke von der einstigen Schönheit und der kostbaren Ausstattung.