2012

Inhalt


2. September bis 21. Dezember 2012

„ … von den im Hause wohnenden Juden geräumt … ”
Die Deportation vom 23. Mai 1942
aus Wiesbadener„Judenhäusern”

Vor den beiden großen Deportationen aus Wiesbaden im Juni und September 1942 fand am 23. Mai eine erste Aktion statt, bei der 26 Wiesbadener jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Izbica deportiert und sehr wahrscheinlich noch im gleichen Jahr in Sobibor ermordet wurden. Unter ihnen waren vier Kinder bzw. Jugendliche, die übrigen waren zumeist ältere Menschen.

Alle hatte man kurz vorher gezwungen, in sogenannte Judenhäuser umzuziehen. Sie wurden in einem Sonderzug der Reichsbahn mit der Nummer DA 60, zusammen mit mehr als 900 Frankfurter Jüdinnen und Juden, in den frühen Morgenstunden des 24. Mai 1942 aus Frankfurt nach Izbica abtransportiert. Dort traf der Zug am 26. Mai ein. Vorher waren in Lublin noch über 100 Männer für das Lager Majdanek selektiert worden.

Es sind keine Überlebenden aus dieser Deportation bekannt.

Die vom Aktiven Museum Spiegelgasse konzipierte Ausstellung erinnert an die Opfer der Deportation vom 23. Mai 1942 und zeichnet ihre Lebenswege nach, soweit sie durch Dokumente erschließbar sind.

Zugleich wird die Einrichtung der sogenannten Judenhäuser in
Wiesbaden untersucht sowie nach den Hintergründen der Enteignung
von Wohnraum jüdischer Mieter und Eigentümer gefragt, ein bisher wenig beleuchtetes Kapitel der Stadtgeschichte.

Ausstellungseröffnung:
2. September 2012
11:00 Uhr

Ausstellungsgebäude Spiegelgasse 11
65183 Wiesbaden

ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag und Freitag 16 bis 18 Uhr
Samstag 11 bis 13 Uhr
oder nach Vereinbarung

Eintritt frei

FLYER

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Bilder der Eröffnung


2. bis 16. September 2012

Opfer rechter Gewalt
seit 1990 in Deutschland

Wanderausstellung
im Haus an der Marktkirche, Schlossplatz 4, Wiesbaden

Die Ausstellung porträtiert Menschen, die rechter Gewalt zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremen kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung. Sie wird ständig aktualisiert, so sind auch die Opfer
des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in die Ausstellung integriert.

Zusammengestellt wurde die Ausstellung von der
Künstlerin Rebecca Forner in Zusammenarbeit mit
der Opferperspektive e.V.
Partner: Friedrich Ebert Stiftung

Im Rahmen der Programmreihe:
„42|12 – 70 Jahre Deportationen aus Wiesbaden“
in Kooperation mit der
Evangelischen Gesamtgemeinde Wiesbaden
und dem Evangelischen Dekanat Wiesbaden

Öffnungszeiten
täglich 10-13 Uhr und 15-18 Uhr

FÜHRUNGEN
nach Vereinbarung
EINTRITT FREI

AUDIOGUIDES
stehen zur Verfügung.
Unter folgendem Link sind Hörbeispiele
aus der Ausstellung zu finden:
http://www.opfer-rechter-gewalt.de/audioguide/

Flyer

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E R Ö F F N U N G
Haus an der Marktkirche, Foyer

SONNTAG, 2. SEPTEMBER 2012, 12.30 Uhr

GRUßWORTE
Dekan Dr. Martin Mencke
Evangelisches Dekanat Wiesbaden
Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller
LH Wiesbaden
VORTRAG ZUR EINFÜHRUNG
„Kampf gegen Rechtsextremismus
erfordert unser aller Engagement“
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Bundesministerin a.D. und MdB
MUSIKALISCHER RAHMEN
Streichquartett der Oranienschule
Leitung Roman Twardy

Bilder der Eröffnung

V O R T R A G
Donnerstag, 13. September 2012, 19 Uhr
Haus an der Marktkirche, FoyerDr. Jan Lohl
Sigmund-Freud-Institut Frankfurt
„Historischer Nationalsozialismus und Neonazismus heute“
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Bilder der Veranstaltung


6. Mai bis 28. Juli 2012

Die Jüdische Berufsfachschule Masada wurde in den Jahren 1947 und 1948 von Samuel Milek Batalion in Darmstadt gegründet und geleitet.

Das Ziel der Schule war es, den jungen Holocaust-Überlebenden eine Ausbildung und neuen Lebenswillen zu geben und sie auf ein zukünftiges Leben in Israel vorzubereiten.

Die Schule nahm im September 1947 den Unterricht auf, den zwischen 45 und 60 Schüler besuchten. Nach der Gründung des Staates Israel (14. Mai 1948) wanderten die meisten Schüler nach Israel aus. Danach wurde die Schule geschlossen.

Obwohl die Schule nur zehn Monate existierte, ist sie ein wichtiger Teil der Nachkriegsgeschichte in Hessen und Ausdruck für den Wiederbeginn jüdischen Lebens im Nachkriegsdeutschland.

ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag und Freitag 16 bis 18 Uhr
Samstag 11 bis 13 Uhr
oder nach Vereinbarung

EINTRITT FREI

INFOFLYER

Während der Öffnungszeiten ist
der Film zu sehen
„Was geht uns das heute noch an?“
Ein Filmprojekt der Klasse 11g
der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Darmstadt
in Zusammenarbeit mit dem
Filmemacher Christian Gropper
Länge ca. 60 min.
Filminfo

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Bilder der Ausstellungseröffnung

Montag, 18. Juni 2012
Ein Filmteam des TV-Senders „JN1 besucht auf Einladung von Renate Dreesen, Darmstadt, die MASADA-Ausstellung in der Spiegelgasse 11. Dort entsteht ein Teil des Beitrages:
Jewish Schools in Germany Strengthen Ties with Israel


ERÖFFNUNG
SONNTAG 6. MAI 2012
11:30 UHR

Grußwort
Wolfgang Nickel, Stadtverordnetenvorsteher LH Wiesbaden

Beginn jüdischen Lebens nach 1945 in Darmstadt
Erinnerungen eines Mitgliedes der Jüdischen Gemeinde
Miriam Schmetterling, Wiesbaden

Die Jüdische Berufsfachschule MASADA in Darmstadt 1947–1948
Enthüllung einer vergessenen Geschichte
Lea Dror-Batalion, Haifa

Eindrücke aus Haifa
Bericht über die Eröffnung der Ausstellung MASADA
in Haifa, April 2012
Renate Dreesen, Darmstadt

Musikalische Begleitung
Hansi Kremer, Gitarre


Ausstellung:
Lea Dror-Batalion, Haifa, in Zusammenarbeit mit
Renate Dreesen und Schülern der
Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Darmstadt

Schirmherrschaft:
Universität Haifa und Bucerius Institute for Research of
Contemporary German History and Society

 


29. Januar 2011 bis 21. April 2011

Wer da glaubt, der zage nicht”

Eine Ausstellung
über die letzte Einsegnung
am 5. Juni 1938 in der Synagoge am Michelsberg

An diesem Sonntag fand in der Hauptsynagoge am Michelsberg die feierliche Einsegnung der Schülerinnen Beate Berney, Beate Friedmann, Helga Hirschbrandt, Inge Klaus, Lena Kleinstrass, Margot Lahnstein, Emmi Milmann, Gertie Rosenau und Friedel Weil durch Rabbiner Dr. Paul Lazarus statt. Es war die letzte Einsegnung in der Synagoge, bevor diese in der Nacht zum 10. November 1938 in Brand gesetzt und völlig zerstört wurde.
In seiner Abschiedpredigt vom 17. Oktober 1938 betonte Dr. Paul Lazarus, dass es ihm am Herzen gelegen habe “… bei den feierlichen Einsegnungen die Mädchen Jahr für Jahr in der Treue zum angestammten Glauben zu festigen.”
Ein überliefertes Fotos dieser Bat Mizwa und die Bedeutung, die die Einsegnung von Mädchen in der Synagogengemeinschaft am Michelsberg gespielt hat, haben das Aktive Museum Spiegelgasse veranlasst, diese Ausstellung zu konzipieren.
Es wird anhand von Briefen und Dokumenten gezeigt, welche Hoffnungen, Pläne und Zukunftswünsche diese jungen Mädchen hatten. Dass die Realität dann eine ganz andere war, wird die Ausstellung auch zeigen.
Doch nicht nur an der Geschichte der Bat Mizwa vor der Schoa, sondern vor allem auch seit den 1970er Jahren lässt sich die schrittweise zugelassene religiöse Gleichberechtigung der jüdischen Mädchen nachzeichnen.

Zur Ausstellungseröffnung am 29. Januar 2012 um 11.30 Uhr, Spiegelgasse 11, wird
Rabbinerin Elisa Klapheck aus Frankfurt gemeinsam mit
Daniel Kempin, der die Musik beiträgt, in die Ausstellung einführen.

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 16-18 Uhr, Samstag 11-13 Uhr
oder nach Vereinbarung

FLYER

Bilder der Ausstellungeröffnung

Ausstellungsbesuch von SchülerInnen der Gutenbergschule

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