Rundgänge

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Wiesbaden, den Vororten und im Rheingau
Das Aktive Museum Spiegelgasse bietet Rundgänge in Wiesbaden, den Vororten und im Rheingau z.B. auch in Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Stadtmuseum Wiesbaden an.
Sie werden von MitarbeiterInnen des Aktiven Museums Spiegelgasse geführt.


Freitag 9. September 2016, 16.30 Uhr,
Rundgang zu Stationen der jüdischen Geschichte in Biebrich
Treffpunkt: Robert-Krekel-Anlage Biebrichmit Inge Naumann-Götting vom Aktiven Museum Spiegelgasse. Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms „Abend der Vielfalt” in Biebrich  Flyer

Freitag 2. Oktober 2015, 17 Uhr,
Rundgang zu den Stationen der Jüdischen Geschichte in Biebrich. 
Biebrich-RundgangRobert-Krekel-Anlage am Brunnen der Galatea, Wiesbaden-Biebrich.  Führung: Georg Schneider, Paul-Lazarus-Stiftung/AMS. Eine Veranstaltung im Rahmen des “Abend der Vielfalt in Biebrich“  Presse

Freitag 12. September 2014, 17-18 Uhr
RUNDGANG -  zu Stationen der jüdischen Geschichte in Biebrich.
Treffpunkt: am Brunnen der Galatea in der Robert-Krekel-Anlage, 65203 Biebrich. Führung: Georg Schneider
Eine Veranstaltung im Rahmen des Abend der Vielfalt in Biebrich 
Flyer

Freitag 20. September 2013, 17-18 Uhr
Rundgang “Juden in Biebrich zwischen Verfolgung, Anpassung und Emanzipation”
Treffpunkt: am Brunnen der Galatea in der Robert-Krekel-Anlage, 65203 Biebrich. Führung: Hendrik Harteman, Jugendbildungsreferent von Spiegelbild.
Eine Veranstaltung im Rahmen “Abend der Vielfalt in Biebrich 2013″.
RUNDGÄNGE 2011

Sonntag, 18. September 2011, 14.30 Uhr
Treffpunkt: Bismarckring 27, Wiesbaden

RUNDGANG im Rahmen der Dialogtage 2011:
Auf den Spuren der Grünbaums
Der Rundgang bietet die Möglichkeit, ihr Leben in Wiesbaden an authentischen Orten nachzuvollziehen. Vom Wohnort der Familie im Bismarckring 27 führt der Rundgang zu dem Haus, in dem ihre Tochter Meta lebte, bis schließlich zu der Gedenkstätte am Michelsberg.
Meir Grünbaum arbeitete bei der Dresdner Bank. Seine Frau Elise zog die beiden Kinder groß. Der Schock war groß, als die Familie ihren Sohn Max im Ersten Weltkrieg verlor. Tochter Meta, in dieser Zeit eine wichtige Stütze der Eltern, wurde Rechtsanwaltsgehilfin. Als die Grünbaums 1941 ihre Wohnung in Wiesbaden verlassen mussten, zogen sie nach Frankfurt, wo sie bis zu ihrer Deportation lebten.Mit wechselnden Erzählern vermittelt der Rundgang einen lebendigen Einblick in die Geschichte der Familie Grünbaum.
Referenten: Lothar Bembenek und Georg Schneider
Programmflyer

siehe auch Info zur Ausstellung: „Was ist das ganze Leben für ein Unglück” – 47 Briefe. Die Geschichte der Familie Grünbaum
FLYER

RUNDGÄNGE 2010

Samstag, 4. September 2010, 14 Uhr
Treffpunkt: Projektbüro Stadtmuseum, Friedrichstraße 7, 65185 Wiesbaden

Liberale, Orthodoxe, Zionisten: Blüte jüdischen Lebens im Wiesbaden des 19. Jahrhunderts

Synagoge am Michelsberg mit Blick auf den SchulbergDieser Stadtspaziergang widmet sich einem Aspekt der jüdischen Geschichte, der ansonsten eher selten beleuchtet wird. Er beschäftigt sich mit dem blühenden  jüdischen Gemeindeleben in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts:
Von der ältesten jüdischen Kureinrichtung in der Spiegelgasse über die ehemals  orthodoxe Synagoge in der Friedrichstraße, an vielen ehemals von  Juden geleiteten Geschäften in der Innenstadt vorbei, zum Ort der früher weithin sichtbaren Hauptsynagoge am Michelsberg führt der Rundgang und zeigt, wie reichhaltig die Facetten jüdischen Lebens in der Stadt waren und wie sehr dieses zum gesellschaftlichen Leben der Stadt gehörte. Das Judentum war integraler Bestandteil der städtischen Gesellschaft und als solcher in sich ebenso vielschichtig.

Hier wirkte der für Deutschland bedeutende  Reformrabbiner Abraham Geiger, verkaufte Hoflieferant Bacharach Waren aus Paris, rettete Bankier Berlé das Kurleben der Stadt vor dem Zusammenbruch, wurde ein Zionistischer Weltkongress vorbereitet, sangen Jugendbewegte des „Blau-Weiss“ ihre Lieder, wenn sie  zum Zelten in den Taunus aufbrachen, meldeten sich  Juden als Freiwillige zum Soldatendienst fürs Vaterland und feierte Louise Wolff, von Herzog Adolf nach Wiesbaden  ans Theater geholt und von Wilhelm II. zur „Königlichen Schauspielerin“ gekürt, rauschende Erfolge.
Gerade das Spektrum von Zionismus, Liberalität, orthodoxem Judentum und Patriotismus bezeugt die Lebendigkeit jüdischen Lebens in Wiesbaden.

Führung: Lothar Bembenek, Aktives Museum Spiegelgasse, in Begleitung von Dr. Torben Giese, Projektbüro Stadtmuseum


Sonntag, 24. Oktober 2010, 14 Uhr
Treffpunkt: vor dem Hauptportal des Nordfriedhofs (Endhaltestelle Buslinie 6)
Männer mit Kopfbedeckung

„Schweigend spricht der Stein …“ (Nelly Sachs)
Ein literarischer Besuch auf dem Alt-Israelitischen Friedhof am Hellkundweg

Eingang Friedhof HellkundwegFriedhof HellkundwegDie eindrucksvollen hebräischen Grabinschriften auf diesem Friedhof erzählen vom religiösen Leben, von den Sorgen und Schicksalen der  Toten, die hier bis 1965 begraben wurden. Sie sind zugleich Zeugnisse  einer selbstbewussten Gemeinde, die sich um 1877 im Rahmen einer religiösen Erneuerungsbewegung aus der Wiesbadener jüdischen Gemeinde ausgründete, um die religiösen Gesetze und die Thora wieder in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen, ohne allerdings die politische und kulturelle Integration abzulehnen. In der Führung wird die Geschichte dieser Gemeinde ebenso erklärt wie die Bedeutung der Friedhöfe für Juden und die besondere Schutzwürdigkeit dieser Begräbnisstätten auch angesichts der Vertreibung und Vernichtung der meisten Gemeindemitglieder in der Zeit des Nationalsozialismus.

Führung: Cornelia Gros-Stieglitz, Aktives Museum Spiegelgasse, in Begleitung von Dr. Ulrike Laufer, Stadtmuseum Wiesbaden