2009

Inhalt

 


Schule und Verbandsarbeit

Gemeinsam mit vier anderen Mitgliedsverbänden des Stadtjugendrings Wiesbaden ist Spiegelbild am Modellprojekt „Schule und Verbandsarbeit” beteiligt.
Unterstützt von der Schuldezernentin Frau Roselore Scholz gibt es seit Herbst 2009 eine Angebotsmappe für alle Schulen in Wiesbaden, die Nachmittags AGs anbieten. Aus den verschiedenen Ideen soll gemeinsam mit einer einzelnen Schule ein Nachmittagsangebot entstehen, dass genau zur jeweiligen Schule passt und von den einzelnen Jugendverbänden, in diesem Fall Spiegelbild, veranstaltet wird.

Die Idee ist, ein Programm namens „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage” anzubieten. Die Angebotsmappen gibt es im Büro von Spiegelbild (Kontakt: ) und beim Stadtjugendring.
↑zurück


Integrationslotsenausbildung
Unser Jugendbildungsreferent hat gemeinsam mit dem Jugendbildungsreferenten des Stadtjugendrings die Ausbildung zum Integrationslotsen gemacht. Diese Fortbildung vom Hessischen Jugendring fand vom 11. September bis zum 13. November in fünf Modulen statt. Neben der Steigerung der interkulturellen Kompetenz stand vor allem die Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen (MSO) im Mittelpunkt dieser Ausbildung. Für die Öffnung von Spiegelbild zur Zielgruppe der Jugendlichen mit Migrationshintergrund war die Fortbildung sehr wesentlich. Unser Jugendbildungsreferent wird die Interkulturelle Öffnung des Stadtjugendrings als Vorstandsmitglied kritisch begleiten. Auch Spiegelbild wird weiterhin Projekte und Veranstaltungen machen, die Menschen verschiedener Herkunft ansprechen. Dabei sollen Kooperationen mit Moscheevereinen und MSO verstärkt werden.

Protokoll des Workshops am 12.11.2009 ↑zurück


Kooperation mit dem Paritätischen Bildungswerk

Das Aktive Museum ist seit kurzem Mitglied im Paritätischen Bildungswerk Hessen. In Kooperation mit dem Hessen Campus Regionalstelle Rheingau-Taunus-Wiesbaden erarbeiten wir Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte der Berufsbildenden Schulen in der Region. Die in 2009 angefangene Kooperation wird in 2010 fortgeführt.↑zurück


29. 10.2009, IGS Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule
Jugendgeschichtstag 2009

Zum mittlerweile dritten Mal gestaltete die Jugendinitiative Spiegelbild einen Projekttag für die SchülerInnen und LehrerInnen der zehnten Klassen an der IGS Wilhelm-Heinrich-von-Riehl. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit Ereignissen der Geschichte und ihrer Relevanz für heute.

Während die Jugendlichen sich inhaltlich in verschiedenen, selbst gewählten, Workshops in und außerhalb der Schule mit Geschichte(n) befassten, arbeiteten ihre LehrerInnen in einer Fortbildung des Aktiven Museums zur Jüdischen Geschichte Biebrichs. Es wurden Materialien vorgestellt, die sich mit jüdischem Leben und Alltag in Biebrich, also im direkten Umfeld der Schule, befassen.

Die Themen der Workshops wurden gemeinsam mit den KlassenlehrerInnen auf den Lehrplan abgestimmt. Die inhaltlichen und didaktischen Vorbereitungen oblagen den ReferentInnen von Spiegelbild.

Zur Auswahl für die Jugendlichen standen

folgende Themen:

•Vorurteile
• Demokratie – Was soll ich damit eigentlich?
• Argumente gegen Rechts
• Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage?!
• Juden? Hier in Biebrich!
• Die Wende
• Widerstand

Die Workshops wurden von je zwei ReferentInnen von Spiegelbild moderiert. Am Ende des Tages gab es eine Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse der SchülerInnen-Workshops wie der LehrerInnenfortbildung im Bürgerhaus Wiesbaden-Biebrich.

Wie in den Jahren zuvor zeigten die Jugendlichen eine große Bereitschaft, sich selbst mit ihren eigenen Vorstellungen einzubringen, was immer eine Bereicherung für die Workshops ist. Die Jugendlichen haben so die Möglichkeit, persönliche Bezüge zu den Themen herzustellen, was ihnen den Zugang erleichtern kann. Auch in der abschließenden Befragung sprachen sich die Jugendlichen dafür aus, solche Projekttage öfter zu veranstalten, weil sie großen Spaß hatten und sich freuten, viel gelernt zu haben.
Auch die LehrerInnen unterstrichen noch einmal in der abschließenden Auswertung, dass der Jugendgeschichtstag eine hervorragende Ergänzung zum Unterricht ist.

 ↑zurück

 


Sonntag, 20.09.2009, 16:00 Uhr – Kreativfabrik / Murnausstrasse 1 (gegenüber vom Schlachthof)

Gedenkkultur und Migrationsgesellschaft
Podiumsdiskussion

Moderation:
Margarete Goldmann (VHS-Wiesbaden, Vorstand)
Podiumsteilnehmer:
Luciano Becht (Aktives Museum Spiegelgasse),Carsten Schack (Schlachthof Wiesbaden), Samy Deluxe (Samy Deluxe), Gabi Reiter (Jugendzentrum, Galatea-Anlage, Wiesbaden), Michael Wilk (AKU)

samy_deluxe_cover1Ein Konzert des populären Hamburger Rappers Samy Deluxe ist Anlass dieser Podiumsdiskussion. Deluxe ist Sohn eines sudanesischen Vaters und einer deutschen Mutter. Er hat im Text seiner neuesten Single “Dis is wo ich herkomm”, seinen Anspruch formuliert, gesellschaftliches Leben in Deutschland zu formen und dabei u.a. die Notwendigkeit der bisherigen Form der Erinnerung an die Shoa hinterfragt. Anlass genug darüber zu sprechen.

Veranstalter: Aktives Museums Spiegelgasse und Schlachthof-Wiesbaden PRESSE01 PRESSE02 ↑zurück


Folklore 009

Folklore009

Beim diesjährigen Folklore Festival im neuen Kulturpark rund um den Schlachthof haben Jugendliche von Spiegelbild einen Informationsstand

angeboten. Zum einen wurde wie im letzten Jahr auf die Schlachthoframpe als Erinnerungsort an die Deportation Wiesbadener Juden am 1.9. 1942 im Kontext des Kulturparks aufmerksam gemacht. Zum anderen wurde die Arbeit des Aktiven Museums vorgestellt. Der Stand war in einer gemeinsamen “Area” mit anderen Mitgliedsorganisationen des Stadtjugendrings wie beispielsweise der Wiesbadener Jugendkirche untergebracht.       Flyer zur Rampe ↑zurück


Anne Frank – eine Geschichte für heute – in Wiesbaden

www.annefrank-wiesbaden.de

Ausstellung in der Oranier-Gedächtnis-Kirche in Biebrich
(23.04.-21.05.2009)

und ein umfangreiches Begleitprogramm
(11.03.-12.06.2009)

PROGRAMM

Plakat Anne Frank Ausstellung WiesbadenDie Geschichte Anne Franks wird in ihrer Bedeutung für unser heutiges Zusammenleben zum Thema in Wiesbaden gemacht. Ein interessantes Rahmenprogramm zu einer Ausstellung in Biebrich greift ein halbes Jahr lang Themen wie Freiheit, Gefangen-Sein, Aufwachsen, Verfolgung, Auswanderung, Abgrenzung und Rassismus, Träume und Konflikte auf. Die persönli chen Lebensgeschichten von Anne Frank, ihrer Familie und weiteren Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. In ihnen kristallisiert sich die europäische Geschichte in der Zeit vor, während und nach der Nazidiktatur. Der konkrete Alltag einer untergetauchten Familie macht die historischen Ereignisse vorstellbar.

Die Idee ist, Jugendliche, Organisationen und Lehrer bzw. Multiplikatoren über einen langen Zeitraum an das Thema „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ zu binden.

In Kooperation mit dem Anne-Frank-Zentrum werden eine Lehrerfortbildung, eine Fortbildung für jugendliche AusbildungsbegleiterInnen und andere interessante Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung angeboten. Das Gremium, der von Spiegelbild koordinierte sogenannte Trägerkreis, organisiert ein großes und vielfältiges Begleitprogramm.

PRESSE01 PRESSE02 PRESSE03 PRESSE04 PRESSE05 PRESSE06 PRESSE07 PRESSE08 PRESSE09 PRESSE10 PRESSE11 PRESSE12 PRESSE13 PRESSE14


German-Israeli Exchange
März 2009

Schlachthof-Fauthsche WandSchülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Carl-von-Ossietzky-Schule haben eine Woche mit Gleichaltrigen aus der Partnerstadt Kefar Saba in Israel verbracht. Spiegelbild hat mit der Gruppe den Workshoptag „Path of Memory„veranstaltet. Zwei Mitarbeiter der Jugendinitiative gaben vier Kleingruppen jeweils eine Fotokamera und einen Forschungsauftrag: „Geht zu verschiedenen Orten der Erinnerung in Wiesbaden, fotografiert sie und diskutiert, wie an diesem Ort erinnert wird!„ Die Jugendlichen gingen zum Michelsberg, zur Schlachthoframpe, zum Geschwister-Stock-Platz und zu Stolpersteinen. Ihre Ergebnisse präsentierten sie den anderen Kleingruppen per Beamer. Im Austausch kritisierte die Gruppe zum einen, dass die Umgebung der Erinnerungsorte oft „heruntergekommen” sei. So steht etwa neben der Stele am Geschwister-Stock-Platz der Altglas-Container und am Schlachthof ist die Umgebung des gesprühten Denkmals eine Baustelle. Andererseits betonten die Jugendlichen, dass es gut sei, wenn man verschiedene Möglichkeiten zur Erinnerung hat. Sie sagten, es sei gut, „mit dem Kopf und mit dem Herz” erinnern zu können. Man kann entscheiden, ob man an Denkmälern, Stolpersteinen oder Bildern stehen bleibt und sich intensiver mit der Geschichte beschäftigt oder das eben beim nächsten Mal macht. Spiegelbild hat die Gruppe aus Wiesbaden bereits im Januar auf diesen Austausch vorbereitet und wird auch bei der Vorbereitung der Fahrt nach Israel, die im Oktober stattfindet, involviert sein.   ↑zurück