2011

Inhalt


 Webseite StadtgeschichtenStadtgeschichten.de
Im Rahmen des Trägerkreisprojektes “WIR in Wiesbaden” laden wir Schulklassen zu einem Wettbewerb von 1. September bis 4. Dezember ein:
Schreibt eine Stadtgeschichte, wir stellen sie online. Nehmt mit uns Kontakt auf, erzählt Euren Lehrer_innen von der Idee. Wenn Sie Lehrer_in sind, erzählen Sie Ihrer Schulklasse von der Idee. stadtgeschichten-wiesbaden.de bietet Chancen für einen Einstieg oder eine neue Form der Beschäftigung mit Geschichte und Gesellschaft. Laden Sie uns ein, wir stellen die Website vor und unterstützen die Gruppen bei ihrer Arbeit.
Geschichte wird von Personen gemacht. Diese Menschen darzustellen, sie kennen zu lernen, hilft uns, den Zeitgeist zu verstehen, in dem Einzelne leben und handeln. Die Jugendinitiative Spiegelbild des Aktiven Museums möchte mit stadtgeschichten-wiesbaden.de neue Formen der Erinnerung schaffen, indem einzelne Personen als Stadtgeschichte(n) vorgestellt werden.
Ihr habt die Möglichkeit, Biografien von Wiesbadener Persönlichkeiten zu veröffentlichen, die Euch im geschichtlichen oder im aktuellen Kontext wichtig erscheinen. Die Darstellung der Biografie ist immer auch mit einer Erklärung Eurer persönlichen Motivation verbunden. Die Seite ist wie ein Blog gestaltet und als Portal für den gegenseitigen Austausch über unsere Stadtgeschichte und das, was auch zukünftig erinnert werden wird, gedacht.
Dabei spielt es keine Rolle ob die Person, die Ihr vorstellen möchtet, bekannt ist oder nicht. Im Vordergrund steht die Art der Darstellung mit Text, Foto, Video und warum Ihr glaubt, dass diese Person Wiesbaden prägt bzw. geprägt hat.
Meldet Euch bei Spiegelbild, wir zeigen Euch Beispiele für Stadtgeschichten und helfen bei der Auswahl und der Recherche Eurer Stadtgeschichten. Video


Programm WIR in Wiesbaden-1 KopieWIR in Wiesbaden – Vielfalt. Anerkennung. Demokratie
Das große Trägerkreisprojekt in 2011
hat wieder Hundert Mitwirkende und Gäste bewegt.
Details:
www.wir-in-wiesbaden.net


Was bleibt? Der Track deines Lebens …
Jeder hinterlässt Spuren im Leben und in jedem von uns steckt ein Stück Geschichte. Für die SchülerInnen  der 10. Klasse der Kleistschule, die diesen Wahlpflichtkurs gewählt haben, ist genau das die Aufgabe. Die Jugendlichen setzen sich aktiv und eigenverantwortlich mit Erinnerung auseinander, lernen sich Geschichte selbst zu erobern und ihren eigenen Platz in dieser Geschichte zu finden. Erinnern und Gedenken werden durch die Verknüpfung der Vielfalt von  Geschichte(n)  mit persönlicher Erinnerung greifbar. Die SchülerInnen wählen selbst, womit sie sich auseinandersetzen wollen und in welcher Form sie sich die Geschichte(n)  erarbeiten. So hat bereits ein Zeitzeugengespräch mit Paul Kester im Gedenkraum stattgefunden und gerade arbeiten die Schüler daran, mit digitalen Medien interaktiv  ihre Erinnerung in und an Wiesbaden festzuhalten. Der Wahlpflichtkurs trifft sich das komplette Schuljahr 2010/2011 jeden Mittwoch 4 Stunden, um gemeinsam an der kleinen Geschichte in der großen zu arbeiten.
Kooperationsprojekt der Jugendinitiative Spiegelbild mit der Heinrich-von-Kleist-Schule, großzügig gefördert durch Mittel des Ortsbeirats  Rheingauviertel.
Im Schuljahr 2011/2012 wird der Wahlpflichtkurs „Was bleibt?! – der Track deines Lebens…“ an der Kleistschule in Wiesbaden mit Schüler_innen des neunten und zehnten Jahrgangs fortgeführt. Unter gleichem Titel wird sich der Wahlpflichtkurs inhaltlich dem Thema Migrationsgeschichte im Nachkriegsdeutschland öffnen, indem Zeitzeugengespräche mit Gastarbeiter_innen stattfinden und die Schüler_innen in diesem Zusammenhang auch einen Einblick in die Historie lokaler Betriebe erhalten.
Presse01


Julius-Hirsch-PreisJulius Hirsch Preis 2011 für die Jugendinitiative SPIEGELBILD
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeichnet seit dem Jahr 2005 Personen, Initiativen und Vereine aus, die sich gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus engagieren.
INFO   Presse01; Presse02; Presse03; Presse04; Presse05; Presse06; Presse07; Presse08; Presse09; Presse10; Presse11; Presse12; Presse13; Presse14; Presse15
Verleihung-Julius-Hisch-Preis2011a
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat am Dienstag 10. Oktober 2011 im Düsseldorfer Meilenwerk den Julius-Hirsch-Preis 2011 an die Jugendinitiative Spiegelbild überreicht.


Jugendgeschichtstag
Am 27. September 2011 wird der fünfte Jugendgeschichtstag von Spiegelbild und der IGS Wilhelm Heinrich von Riehl in Wiesbaden-Biebrich stattfinden. In Workshops und Angeboten werden sich Schüler_innen des gesamten Jahrgangs zehn (rund 120 Schüler_innen) in Begleitung von Honorarkräften der Jugendinitiative mit den Themen Geschichte, Erinnerung, Vielfalt und Migration beschäftigen.  Dokumentation


06.-09. Juli 2011 – Projektwoche Hermann-Ehlers-Schule
Unter der Thematik: „Nationalsozialismus, Geschichte und Erinnerung“ gestaltete Spiegelbild im Juni eine Projektwoche mit der gesamten Jahrgangsstufe 9 (ca. 110 Schüler_innen) der IGS Hermann-Ehlers-Schule Erbenheim. Hierbei wurden die einzelnen Projekttage individuell auf die Klassen und Gruppenzusammensetzung zugeschnitten. So waren Elemente, wie die Spurensuche, ein Zeitzeugengespräch, Besuch und Führung der Gedenkstätte unter den Eichen, Workshops zu Sinti und Roma oder Rechtsextremismus Bestandteil dieser Projektwoche. Die einzelnen Projekttage waren geprägt durch die interaktive Gestaltung und das Aufsuchen außerschulischer Lern- und Erinnerungsorte in Wiesbaden. Ebenso wurde ein direkter Bezug zu Erbenheim ermöglicht und durch Workshops zu Rassismus ein Bezug zu Lebensalltag Jugendlicher in Auseinandersetzung mit der eigenen Person (Was hat Geschichte mit mir zu tun?/ Was geht es mich an?) geschaffen. Die Gestaltung durch Spiegelbild ist in intensiver Vorbereitung von Zweierteams, bestehend aus Honorarkräften und teilnehmende Lehrer_innen entstanden.    Schüler_innenberichte der Zeitzeugengespräche


17. Juni 2011 – Tag der Jugendverbände – Markt der Möglichkeiten
Die Jugendinitiative Spiegelbild war in diesem Jahr am Tag der Jugendverbände auf dem Gelände rund um den Schlachthof mit einem Stand vertreten. Es bestand hier die Möglichkeit sich über die Tätigkeiten und Projekte von Spiegelbild zu informieren, selbst Buttons oder Schriftzüge zu gestalten, die sich an die Schriftzüge in den Pflanzschalen am Denkmal der Schlachthoframpe orientierten.


29. Mai 2011 Filmpräsentation „Was bleibt? Der Track deines Lebens…“
Im Rahmen des Wahlpflichtkurses „Was bleibt? Der Track deines Lebens …“ an der Kleist-Schule haben Schüler_innen der zehnten Klasse einen Film gedreht, welcher ihre Auseinandersetzung mit eigenen Erinnerungen und Erinnerungsorten in Wiesbaden dokumentiert. Die Vielfalt von Geschichte(n) wurde durch den gleichnamigen Film zum Wahlpflichtkurs im Rahmen des Leonardoprojektes in Wiesbaden am 29. Mai veröffentlicht. Der Wahlpflichtkurs wird im kommenden Schuljahr 2011/2012 mit Schüler_innen des neunten und zehnten Jahrgangs fortgeführt. Unter gleichem Titel wird sich der Wahlpflichtkurs inhaltlich dem Thema Migrationsgeschichte im Nachkriegsdeutschland öffnen, indem Zeitzeugengespräche mit Gastarbeiter_innen stattfinden und die Schüler_innen in diesem Zusammenhang auch einen Einblick in die Historie lokaler Betriebe erhalten. 


April 2011 – Projekttage Grundschule, Rudolf-Dietz-Grundschule Naurod
In diesem Jahr fand erstmals eine Spurensuche zu Erinnerungsorten mit allen 4. Klassen einer Grundschule durch die Jugendinitiative Spiegelbild statt. Die Eignung der Spurensuche für diese Altersgruppe ergab sich aus dem forschenden und entdeckenden Lerncharakter dieses Konzeptes. Die teilnehmenden GrundschülerInnen (rund 100 Kinder) der Rudolf-Dietz-Grundschule Naurod fanden aufgrund einer guten schulischen Vorbereitung durch die Projekteinheit „Die dunkle Zeit“ einen direkten Anknüpfungspunkt an die vier Erinnerungsorte: Geschwister-Stock-Platz samt dem Mahnmal für Sinti und Roma, Deportationsmahnmal Schlachthoframpe, Denkmal am Michelsberg sowie die Stolpersteine der Familie Grosshut in der Wagemannstraße in Wiesbaden. Diese Vorkenntnisse der Schüler_innen wurden auch in der späteren Präsentation in der Großgruppe durch Fotografien und Kurzfilme zu den Erinnerungsorten deutlich. Die Schüler_innen zeigten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, auch durch die Fähigkeit zur emotionalen Verknüpfung mit der eigenen kindlichen Lebenswelt.


Frühjahr 2011 – Fortbildung „Herausforderung Vielfalt – Bildung im Wandel“
Im Frühjahr dieses Jahres ist das Fortbildungskonzept zum Umgang mit Diversität veröffentlicht worden. Diese Fortbildung zum Umgang mit Vielfalt im Bildungsalltag, bestehend aus vier Modulen, wurde durch Spiegelbild in Kooperation mit Xenos-equip konzipiert. Die Fortbildung wird fortan für Schulen im Raum Wiesbaden und im Rheingau-Taunus-Kreis angeboten. Die Fortbildungsmodule „Kultur und Kulturalisierung“, „Gesellschaft und Individuum“, „Sprache und Bildung“, „Vielfältige Anforderungen im Bildungsalltag“ leisten einen Beitrag zu Entwicklungsprozessen von Bildungseinrichtungen und befähigen durch die Handlungsorientierung der einzelnen Module Pädagog_innen im Umgang mit der veränderten Zusammensetzung von Lerngruppen und gestiegenen Anforderungen nachhaltig. Das Konzept ist verschriftlicht und kann auf Anfrage bereit gestellt werden. Flyer zur Fortbildung


März 2011 – Dokumentation KKL
Im März 2011 wurde die Dokumentation zu Kicker Kämpfer Legenden – Juden im deutschen Fußball veröffentlicht. Hier wird in ansprechender Bild- und Textgestaltung das gleichnamige Projekt vom 14.06. – 11.07.2010 dokumentiert und über den Ablauf informiert. Die Dokumentation kann bei Spiegelbild bestellt werden.


15. Februar 2011 – Veranstaltung „Styles & Codes“
Bei dieser Veranstaltung, initiiert vom Stadtjugendring Wiesbaden e.V. und der Jugendinitiative Spiegelbild, wurden rechte Ideologien und Strukturen in Rhein/Main und deren unterschiedlichen Ausprägungen näher beleuchtet: „Um sich der eigenen Gruppenzugehörigkeit zu vergewissern, werden in den meisten Fällen ‘szenetypische’ Identifikationsmerkmale (z.B. Kleidung, Symbole) genutzt. Diese zu erkennen erleichtert es, rechten Tendenzen schon frühzeitig entgegenzusteuern, noch bevor sich eine anfängliche Neugier zu einem festen ideologischen Weltbild ausprägt. Damit lässt sich präventiv darauf hinwirken, dass sich Jugendliche (Jugendleiter) kritisch mit scheinbar unverfänglichen Parolen und Statussymbolen auseinandersetzen.“ Einladung


31. Januar 2011 – Stele für Toleranz
„Zweifel und Liebe lockern die Welt auf (Jehuda Amichai)
Drei Gruppen von Jugendlichen zeigten an der Stele für Toleranz in Biebrich drei verschiedene Aktionen.
Die erste Gruppe von der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule stellte die Biografie von Seligmann Bär und die Geschichte der Juden in Biebrich vor. Die zweite Gruppe, die Jugendgruppe der evangelischen Oranier-Gedächnis-Kirche, las Gedichte zum Thema Toleranz. Die dritte Gruppe vom Kinder- und Jugendzentrum Biebrich gestaltete Steine mit Sinnsprüchen und verteilte sie nach der Veranstaltung an alle.
Presse


27. Januar 2011 – Eröffnung der Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden am Michelsberg
Über 500 Leute kamen zur Eröffnung der neuen Gedenkstätte. An der Eröffnung am 27. Januar 2011 war auch Spiegelbild beteiligt.
Drei Jugendliche trugen auf 30 cm hohen Podesten drei Biografien von ermordeten Juden vor, die auch an der Gedenkstätte verewigt sind.
Spiegelbild organisierte ebenso eine Diashow am Ort der ehemaligen Synagoge, die die Deportation vom Wiesbadener Schlachthof und den Michelsberg nach der Inbrandsetzung der Synagoge und heute gezeigte.  Presse


11.-12. Januar 2011 – Workshop Israelbegegnung
Wie schon beim vorigen Schüleraustausch der Wiesbadener Carl-von-Ossietzky-Schule mit der Galili High School aus Kefar Saba war Spiegelbild auch dieses Mal bei der Vorbereitung der Gruppe beteiligt. Das „CvO“ veranstaltet alle zwei Jahre eine Begegnung von 11.-Klässlern. Die zweitägige Vorbereitung fand unter der Leitung der Fridtjof-Nansen-Akademie aus Ingelheim statt. Es wurden hochkarätige Referenten wie Johannes Gerster geladen, die einen Einblick in die historische und politische Situation Israels gaben. Der Part von Spiegelbild war es, interkulturelle Begegnung mit Israelis vorzubereiten, dazu gehörte bspw. eine Diskussion über den verpflichtenden Wehrdienst Gleichaltriger in Israel anhand des Filmes „Waltz with Bashir“. Das Thema Vielfalt der Erinnerung(en) im Rahmen eines deutsch-israelischen Austauschs wurde in einer Gruppenarbeit behandelt. Die verschiedenen Erzählungen über historische Ereignisse in Israel und in Deutschland  wurden kontrovers diskutiert und die Gruppe hat sich auf den Besuch der Gedenkstätte Osthofen vorbereitet.