Erinnerungsblätter

Wir arbeiten an einer komfortablen Möglichkeit, Erinnerungsblätter zu suchen/sichten.
Bis dahin können Sie über diesen Link auf die „alte Version“ zugreifen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Rund 1.500 jüdische Wiesbadenerinnen und Wiesbadener wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Wer waren diese Menschen, wie haben sie gelebt, und was ist mit ihnen geschehen?
Für die sogenannten Erinnerungsblätter erarbeiten wir mit den uns zur Verfügung stehenden Quellen und Dokumenten Kurzbiographien von Einzelpersonen und Familien. Wir versuchen, die Menschen in ihrem Lebensumfeld zu zeigen und weisen auf, worum sie sich bemüht und was sie – nicht zuletzt für Wiesbaden und seine Gesellschaft – geleistet haben.

Das erste Erinnerungsblatt veröffentlichte das AMS am 10. Juni 2003. Seit 2015 werden monatlich zwei neue Erinnerungsblätter erstellt. Auf diese Weise wurden bisher 359 Familien- und Einzelschicksale recherchiert und veröffentlicht.

Präsentation im Rathaus
Wir präsentieren die Erinnerungsblätter in der Regel jeweils am ersten Dienstag im Monat um 12:00 Uhr im Gedenkraum des Wiesbadener Rathauses (Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, Erdgeschoss, rechter Flügel).

Bisher geplant sind für das Jahr 2023 folgende Termine: 7. Februar, 14. März, 4. April, 2. Mai, 6. Juni, 4. Juli, 5. September, 10, Oktober, 7. November und 5. Dezember.

Wir freuen uns über Besucherinnen und Besucher bei den ca. 30-minütigen Veranstaltungen, in denen wir die Menschen auf den neuen Erinnerungsblättern und ihre Geschichten vorstellen und auch über die jeweilige Recherche berichten.

Patenschaften für Erinnerungsblätter
Wollen Sie einen konkreten Beitrag zur Erinnerung leisten? Einzelpersonen oder Gruppen können für ein Erinnerungsblatt eine Patenschaft übernehmen. Jede Patenschaft ist verbunden mit einer Spende in Höhe von 95 Euro an das AMS. Eine Spendenquittung wird ausgestellt.

Näheres zur Spendenmöglichkeit finden Sie hier


Nachfolgend zeigen wir vier beispielhafte Erinnerungsblätter…

Emil und Sophie Hallgarten

Emil und Sophie Hallgarten stammten beide aus einer Metzgerfamilie. Emil wurde als Sohn des Metzgers und Viehhändlers Hayum Hallgarten und dessen Ehefrau Babette geb. Simon am 17. Januar 1868 in Winkel im Rheingau geboren. Im Juni 1893 heiratete er Sophie Nassauer geb. am 28. Oktober 1870 in Hattersheim. Sie war die Tochter des Metzgers Mayer Nassauer und dessen Ehefrau Jettchen geb. May.

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Ida Maria Senger, geborene May

Ida Maria Senger, geb. May, kam am 22. Juni 1883 in Kronach/Oberfranken zur Welt, als jüngstes von 7 Kindern des angesehenen jüdisch-fränkischen Unternehmers Wilhelm May und seiner Frau Ernestine.
Ida besuchte eine örtliche Klosterschule, wurde katholisch getauft und nahm als zweiten Namen Maria an. 1909 heiratete sie Wilhelm Senger, (*1885 Herten/Südbaden), einen katholischen Würzburger Bankbeamten.

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Chaja Rosa Goldfischer und ihre beiden Kinder Esther Lea und Ozias Hirsch

Chaja Rosa geb. Matzner wurde als drittes
von fünf Kindern ihrer Eltern Yizchack Gerson Matzner und Zlatta geb. Bogler am 9. Dezember 1899 in Wisnice Krs. Bochnia/Polen geboren. Seit 1902 lebte die Familie
in Wiesbaden.
Chaja heiratete im Mai 1927 den ebenfalls aus Polen stammenden Gedalie Markus Goldfisher (*4.8.1899).

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Karl und Frieda Trief, geborene Leopold sowie ihre Schwestern Betti und Settchen Leopold

Karl Trief eröffnete um 1918 in Wiesbaden ein Einzelhandelsgeschäft für Mol- kereiprodukte. Geboren am 26. April 1881 in Podwoloczyska/Polen heiratete er im Mai 1907 in Kettenbach Frieda Leopold (24. September 1882). Die beiden Töchter Irma (23. April 1908) und Liesel (27. Mai 1913) kamen in Mainz zur Welt.

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